6 Implantate mit Sinuslift

Sehr geehrte Patientin,

im folgenden Video möchte ich die 3-dimensionale Planung erklären, die wir anhand der Daten aus dem CT angefertigt haben.

Diese 3-dimensionale Planung ist deswegen wichtig, weil wir wissen müssen, wieviel Knochen wir für die Implantation vorhanden haben bzw. falls irgendwo Knochenaufbau (Sinuslift) notwendig sein sollte, können wir dies anhand der 3-dimensionalen Planung auch feststellen.

Der Oberkiefer ist mittlerweile zahnlos und was das erste ist, was uns auffällt, ist, dass Ihr Knochen schon relativ dünn geworden ist.

Der Knochen fängt sich an abzubauen über die Jahre sobald keine Zähne mehr da sind, die die Knochen belasten. Der Knochen bleibt nur unter Belastung an seiner Stelle stehen. Das heißt, wenn die Zähne herausfallen, dann fängt der Körper langsam diesen Knochen, der eigentlich keine Funktion mehr hat, abzubauen. Das ist ein ganz normaler physiologischer Prozess und ist keine Krankheit.

Wenn wir von oben auf Ihrem Oberkiefer schauen, ist das hier die Nasenhöhle. In der Mitte haben wir die Nasenscheidewand und beidseits der Nasenhöhle, einmal auf der linken Seite und einmal auf der rechten Seite haben wir die Kieferhöhle. Das sind wichtige anatomische Strukturen, die wir bei der Implantation beachten müssen.

Wenn wir den Knochen durchsichtig machen und die Implantate die ich schon geplant habe, sichtbar machen, dann sehen wir, dass drei auf Ihrer rechten Seite und drei auf Ihrer linken Seite geplant sind. Wichtig ist zu beachten, dass das allerhinterste Implantat sowohl auf der rechten als auch auf der linken Seite,  in die Kieferhöhle hineinragen. Wir können leider kein kürzeres Implantat nehmen, weil wir eine Mindestlänge bei einem Implantat beachten müssen, in dem Fall wären es 10mm, die wir unbedingt beibehalten sollten.

Wenn wir an diese Stelle diese 10mm Implantate hineinsetzen, dann hätten wir das Problem, dass sie in die Kieferhöhle hineinragen. In diesem Fall muss man eine sogenannte Knochenaugmentation machen, das funktioniert folgendermaßen: es wird von der Seite ein kleines Fensterchen durch den Mund gemacht. Durch dieses Fensterchen wird an die Stelle, wo das Implantat eingesetzt wird, Knochenersatzmaterial hineingebracht, und dieses Knochenersatzmaterial bedeckt dann innerhalb der Kieferhöhle das Implantat, das dort hineingesetzt wird.

Man sieht von der Seite, ein Teil des Implantates steckt in Ihrem eigenen Knochen und die Spitze des Implantates würde dann im Knochenersatzmaterial zu liegen kommen. Auf der anderen Seite haben wir genau die gleiche Situation bzw. kann es sein, dass wir auch zwei Implantate mit dieser Methode einsetzen werden. Wenn wir in die Kieferhöhle hineinschauen, dann sehen wir, dass die Spitze des Implantates hineinragen würde.

6 Implantate mit Sinuslift im Oberkiefer 3D planung 1

In dem Fall müssen wir auch ein Knochenaufbau (Sinuslift) machen, damit die Spitze der Implantate bedeckt sein kann und dort verknöchert. Wenn wir diese Methode anwenden und die Implantate eingesetzt werden können, dann müssen wir eine Heilungszeit von mindestens 6 Monaten abwarten.

Das bedeutet, dass in einer Sitzung, wenn Sie zu uns kommen, alle 6 Implantate im Oberkiefer eingesetzt werden und gleichzeitig auch der Knochenaufbau  (Sinuslift) vollzogen wird.

Während der Heilungszeit können Sie Ihre obere Prothese, die Sie jetzt schon haben, weitertragen.

Wenn Sie dann in 6 Monaten nach der Implantation zurückkommen, werden zuerst Abdrücke von den Implantaten angefertigt. 10 Tage später kommen Sie wieder für eine Gerüstprobe, der steggetragenen Prothese und ein paar Tage darauf, ist dann die endgültige Prothese zur Übergabe fertiggestellt.

Zeitlicher Ablauf:

  • Sie kommen zu uns,
  • Operationstag,
  • 6 Monate später müssen Sie wieder zu uns kommen für die Abdrucknahme,
  • 10 Tage nach der Abdrucknahme müssten Sie noch einmal kommen, damit wir das Gerüst noch einmal einprobieren können, und
  • ein paar Tage danach ist die Prothese auch schon fertig.

Eine wichtige Sache möchte ich noch erwähnen, dass der Knochen relativ dünn ist bei Ihnen und wenn wir ein Implantat hineinsetzen, dessen Breite eventuell breiter ist, als Ihr eigener Knochen, dann werden wir eine sogenannte Knochenspreitzung durchführen, das bedeutet, wir werden am Kieferkamm, am Kamm des Knochens einen kleinen Spalt mit einem Ultraschallgerät herstellen und diesen Knochen einfach ein bisschen verbreiten und somit können wir auch die Stellen, wo die Implantate herausragen könnten oder würden, mit Knochenersatzmaterial bedecken bzw. mit Ihrem eigenen Knochen und Knochenersatzmaterial bedecken.

Die Heilungszeit bleibt dadurch allerdings unverändert.

Ich glaube ich habe Ihre Fragen beantworten können, falls Sie noch Fragen haben sollten, können Sie uns jederzeit eine Email schreiben oder persönlich anrufen.